Kulturhistorisches Museum

Die Museumsgebäude des Kulturhistorischen Museums

1986 kaufte die Ortsgemeinde Neuerkirch das Anwesen von Georg Bauer. Das Wohnhaus ist ein Fachwerkbau, der um 1750 errichtet wurde. Noch im gleichen Jahrhundert erfolgte ein Anbau, was die Fachwerkkonstruktion der Fassade deutlich macht.

Mit dem Nachbarhaus "Dreher" bildete es ursprünglich eine Einheit, was durch das Ineinandergreifen der Räume und das Fehlen einer stabilen Trennwand im Speicher belegt wird. Stallungen und Scheunen lagen ursprünglich unter einem Dach. Wohn- und Wirtschaftsbereich wurden vermutlich durch eine Erbteilung vor 1831 getrennt.

Die Wirtschaftsgebäude des Anwesens Bauer wurden später abgetragen und an anderer Stelle zusammen mit einer Stellmacherei wiedererrichtet. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurden diese Gebäude durch einen Fliegerangriff vom 25. Februar 1945 zerstört. Hier entstand nach dem Krieg das heutige giebelseitige Scheunengebäude mit einer Grundfläche von 316 qm. In der Not der Nachkriegszeit wurden manche schlechten Materialen verbaut, die im Zuge des Umbaues bereits ausgetauscht werden mussten. Das Schieferdach wurde im Jahr 2005 mit Unterstützung des Leader+Programms der Europäischen Union und durch die Ortsgemeinde komplett erneuert.

Scheune und Wohnhaus wurden mit Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer, mit Unterstützung von heimischen Handwerksbetrieben, von handwerklichen Ausbildungszentren, AB-Maßnahmen, durch das Landesamt für Denkmalpflege und der Ortsgemeinde Neuerkirch zwischen 1986 und 1989 zum Museum umgebaut. Die Eröffnung des Museums erfolgte am 3. Juni 1989.

Die Ausstellung

Die Grundausstattung des Museumsinventars bildete die vorhandene Sammlung von landwirtschaftlichen und handwerklichen Geräten des Hunsrück-Museums,die im ehemaligen Bauhof der Stadt in der Gerbereistraße untergebracht waren.

Der in der ehemaligen Scheune präsentierte Sammlungsbestand umfasst die typischen bäuerlichen Arbeitsgeräte und Maschinen, wie sie zum Teil bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts noch im Einsatz waren.

Im Erdgeschoss der Scheune finden sich Handgeräte, Pflüge, Wagen und Zaumzeug. Ein Mahlwerk erinnert an die unerlässlichen Mühlen für den täglichen Mehlbedarf. Darüber hinaus werden in verschiedenen Werkstattabteilungen alte Dorfhandwerksberufe dargestellt: Schmied (im ehemaligen Stall), Stellmacher, Dachdecker, Schreiner, Schuhmacher, Friseur, Schneider. Zu sehen sind die Geräte der bäuerlichen Flachs- und Tuchverarbeitung, der Hausmetzger, Bienenzüchter, Korbmacher u.a.

Das Wohnhaus zeigt Aspekte der ländlich-bäuerlichen Wohnverhältnisse. Eine alte Küche, sowie die Wohn- und Schlafgelegenheiten sind im Erdgeschoss zu sehen. Weitere Schlafräume erreicht man über eine steile Treppe im Obergeschoss. Einige Bereiche in Wohnhaus und Scheune werden für Wechselausstellungen genutzt.

Verein Kulturhistorisches Museum Neuerkirch e.V.

Der Verein Kulturhistorisches Museum Neuerkirch e.V. wurde am 16. April 1986 gegründet. Zweck des Vereins sind Bewahrung, Erhalt und Präsentation der Museumssammlung im Kulturhistorischen Museum in Neuerkirch. Der Verein unterstützt mit verschiedenen Veranstaltungen und ehrenamtliche Mitarbeit die Museumsarbeit. Nähere Informationen zur Mitgliedschaft erhalten Sie über den Vereinsvorstand oder das Hunsrück-Museum.

Hunsrück-Museum
Flyer Kulturhistorisches Museum (PDF)

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