"Kirchen sind Heimat" in der Ev. Kirche in Dichtelbach am 25. September

Beginn 17:00 Uhr

Freuen Sie sich auf ein Konzert mit Lehrern der Kreismusikschule:

Dimitri Chub mit Akkordeon
Hans-Jörg Haas auf dem Saxophon
Mathew Peters an der Gitarre

Sie spielen Werke u. a. von I. Albéniz, J. S. Bach, P. Iturralde und R. Wiedoeft.


Ev. Kirche in Dichtelbach

Die Kirchengeschichte von Dichtelbach ist seit jeher mit der von Rheinböllen verbunden. „St. Jakobus“, der Kirchenheilige ist seit 1605 belegt. Die ihm gewidmete Filialkapelle von Rheinböllen ist zu diesem Zeitpunkt bereits verfallen. Bei der „Cauber Theilung“ 1706 wurde den Reformierten eine Kirche zugesprochen, die bis 1709 simultan genutzt wurde.

1737 wurde bei der Regierung eine Kollekte beantragt, um Langhaus und Turm wieder aufzubauen, und 1753 folgte die Bitte um Erweiterung dieser Kollekte. Im Jahr zuvor hatte eine Feuersbrunst im Dorf gewütet. Offenbar kam es, was das Kirchenschiff betrifft, auch zu Baumaßnahmen. Der Turm allerdingst stürzte 1802 ein, die Glocken hingen dann zunächst an einem Gerüst am Backhaus.

Ab 1832 führten die Gebrüder Mäckler aus Vallendar umfangreiche Renovierungsarbeiten am Gebäude auf dem ehemaligen Friedhof durch. Einen neuen Glockenturm erhielt die Kirche erst 20 Jahre später. Die schönen figürlichen Glasmalereien zweier Fenster wurden 1905 von der Familie Peter Weber gestiftet. Nach einer neuerlichen umfassenden Renovierung weihten die Dichtelbacher Christen ihr Gotteshaus am 29. Mai 1960 wieder feierlich ein.

1853/54 bauten Engers und Schlad aus Waldlaubersheim die erste Orgel für die Dichtelbacher Kirche. Dichtelbach erwarb von der Evangelischen Gemeinde Linz eine um 1900 gebaute Orgel mit 12 Registern, geschaffen vom Bopparder Orgelbauer Gerhard. Sie fand ihren Platz in der Mitte der Empore.

Orgelbaumeister Rainer Müller aus Odernheim überholte das Instrument mit seinen 600 Pfeifen 1995 komplett, zu 98 Prozent im Originalzustand gilt sie als historisch wertvoll.