Unser Fahrplan für die Wärmewende.
Die Wärmeversorgung von Gebäuden ist einer der größten Hebel für den Klimaschutz in der Verbandsgemeinde. Mit der Kommunalen Wärmeplanung schaffen wir eine strategische Grundlage, um Wärme Schritt für Schritt auf erneuerbare Energien umzustellen und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Wärmeplanung zeigt, wo sich Wärmenetze lohnen, welche Gebiete sich eher für dezentrale Lösungen eignen und wie Bürgerinnen und Bürger diese Informationen für ihre Investitionsentscheidungen nutzen können.
Die Verbandsgemeinde hat mit dem Rhein‑Hunsrück‑Kreis eine Kommunale Wärmeplanung erarbeitet. Sie wurde durch Förderprogramme des Bundes und des Landes unterstützt und bildet die Grundlage für eine klimaneutrale Wärmeversorgung.
Was ist Kommunale Wärmeplanung?
- Strategisches Instrument zur Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien
- Grundlage: Wärmeplanungsgesetz (WPG) und Landesgesetz
- Ziel: langfristig sichere, bezahlbare und klimaneutrale Wärmeversorgung
Der Prozess in sieben Schritten
- Eignungsprüfung
- Bestandsanalyse
- Potenzialanalyse
- Zielszenario & Einteilung in Wärmeversorgungsgebiete
- Umsetzungsstrategie & Maßnahmenkatalog
- regelmäßige Fortschreibung
- Umsetzung in konkreten Projekten
Akteure & Zusammenarbeit
- Verbandsgemeinden, Rhein‑Hunsrück‑Kreis, Planungsbüros
- Netzbetreiber, Energieversorgungsunternehmen, größere Wärmeerzeuger
- Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland‑Pfalz als fachliche Begleitung
Zeitstrahl & aktueller Stand
- Projektstart, Vergabe, Abschluss der Bestands- und Potenzialanalyse, Bürgerinfos, Entwurf des Wärmeplans, Ratsbeschluss, Veröffentlichung
- Veröffentlichung des Abschlussberichts im Downloadbereich
Ergebnisse: Wärmenetze & dezentrale Lösungen
- Identifikation von Gebieten mit Potenzial für Wärmenetze (z.B. in dichteren Ortslagen).
- Empfehlung dezentraler Lösungen (Wärmepumpen, Biomasse, Solarthermie) in anderen Bereichen.
- Grundlage für zukünftige Förderprogramme, Sanierungsstrategien und Investitionsentscheidungen.
Was bedeutet das für meine Heizung?
- Der Wärmeplan ist ein strategischer Plan, kein unmittelbares Zwangsinstrument.
- Einzelne Pflichten können erst aus späteren Beschlüssen (z.B. Satzungen, Netzausweisungen) entstehen.
Empfehlung: frühzeitig Energieberatung nutzen und geplante Wärmenetze oder Eignungsgebiete berücksichtigen.
Bürgerinformation & Beteiligung
- Bürgerinfos, Workshops, Online‑Umfragen zur Wärmeplanung
- Möglichkeit, Fragen und Hinweise an die Klimaschutzmanagerin zu richten
Zukünftige Umsetzung der Wärmeplanung
Damit die Wärmewende gelingt, werden die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung in konkrete Projekte übersetzt. Dazu gehören die Entwicklung von Nahwärmenetzen, Beratungsangebote zum Heizungstausch und die Abstimmung mit Förderprogrammen von Bund und Land. Wir informieren hier über den Stand der Arbeiten, wichtige Termine und Beteiligungsmöglichkeiten.