Klärschlammvererdungsanlage Rheinböllen

Baujahr
2001
Baukosten rund 550.000 € (von Planung bis Inbetriebnahme)
Beetfläche 4.075 m², davon 3.035 m² Bepflanzungsfläche mit einer Beschickungshöhe von 2,30 m
Nutzvolumen 8.150 m²
Substratmenge jährlich 250 bis 300 m³
Nutzungsdauer ca. 28 Jahre

Klärschlammvererdungsanlage an der Kläranlage Rheinböllen

Das in den letzten Jahren entwickelte und bereits in mehren Kommunalkläranlagen kleiner und mittelerer Größe erfolgreich installierte Prinzip der Klärschlammvererdung beruht auf einem natürlich-biologischen Prozess. Die Entwässerung und Mineralisierung des Klärschlammes erfolgt in einem zum Grundwasser abgedichteten Filterbeet, das mit Schilf (Helophyten) bepflanzt ist.

Verfahren der Klärschlammvererdung

Der Klärschlamm wird je nach Anfall im Nachklärbecken der Kläranlage Rheinböllen auf das Schilfbeet aufgeflutet. Das im Klärschlamm enthaltene Wasser sickert in die Filterschicht des Beetes und wird von dort von den Schilfpflanzen aufgenommen. Der Klärschlamm sackt im Beet einerseits schubweise nach jeder neuen Beladung und andererseits kontinuierlich in sich zusammen. Die Feststoffe des Klärschlammes verbleiben an der Oberfläche des Beetes. Sie werden im Verlauf der langjährigen Stapelzeit durch Mikroorganismen etc. zu einem Erdsubstrat verarbeitet. Durch Mineralisierung wird dabei die Trockenmasse reduziert. Das im Beet verbleibende humusähnliche Erdsubstrat ist biologisch aktiv und nährstoffreich.

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