Das Trinkwasser wird im Rahmen der regulären Aufbereitung kontinuierlich mit Chlordioxid desinfiziert. Die Desinfektion dient der hygienischen Sicherung der Trinkwasserqualität. Chlordioxid kann bereits in sehr geringen Konzentrationen geruchlich wahrgenommen werden. Wie intensiv der Geruch empfunden wird, kann individuell unterschiedlich sein.
Bei einer veränderten Konzentration des Desinfektionsmittels können zudem vorhandene Biofilme und organische Ablagerungen im Leitungsnetz insbesondere in Hausinstallationen mit dem Chlordioxid reagieren beziehungsweise teilweise abgebaut werden. Dadurch kann der typische Geruch vorübergehend stärker wahrgenommen werden. Wie ausgeprägt dieser Effekt ist, hängt unter anderem vom Zustand und von der Nutzung der jeweiligen Hausinstallation ab.
Eine technische oder betriebliche Störung der Trinkwasserversorgung ist derzeit nicht bekannt. Die Desinfektionsanlage wurde vorsorglich überprüft. Darüber hinaus kontrollieren die Verbandsgemeindewerke die betrieblichen Parameter sowie die Anlagen und Betriebsabläufe im Versorgungsgebiet.
In der vergangenen Woche wurde das Trinkwasser im Rahmen der routinemäßigen Überwachung an verschiedenen Stellen im Versorgungsgebiet, darunter auch am Hochbehälter 3, im Auftrag des Gesundheitsamtes beprobt. Bei der Probenahme wurden vor Ort keine Auffälligkeiten festgestellt. Auch die mikrobiologische Untersuchung ergab keine Auffälligkeiten. Weitere Untersuchungsergebnisse stehen derzeit noch aus.
Die Verbandsgemeindewerke beobachten die Situation weiterhin und stehen bei der Bewertung der Hinweise sowie den weiteren Maßnahmen in engem Austausch mit dem zuständigen Gesundheitsamt.
