In der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen versorgen weit verzweigte Verbundnetze die 42 Ortsgemeinden und die Stadt Simmern/Hunsrück mit Trinkwasser. Unsere Gewinnungs- und Versorgungsanlagen liefern jährlich rund 1,2 Million Kubikmeter Wasser in die Haushalte und Gewerbebetriebe. Die Wasserversorgung der Stadt Rheinböllen wird über den Zweckverband RheinHunsrück Wasser abgewickelt.
Steuerung und Überprüfung der Wasserversorgung und Wasserverteilung erfolgen durch zwei Fernwirkanlagen. Per Mausklick von der Fernwarte -im Bereitschaftsdienst sogar von zuhause aus- ist es möglich, die gesamte Versorgung zu kontrollieren. Zur Optimierung der Trinkwasserqualität wurde in der Aufbereitungsanlage Lametbach eine der hoch modernsten Membranfiltrationsanlagen installiert.
Zur Sicherstellung der Wasserversorgung steht ein Team von 8 Mitarbeitern (1 Wassermeister, 7 Facharbeiter) zur Verfügung. Zu deren umfangreichen Aufgaben in den Wasserwerken gehören erstmalige Herstellungen und Erneuerungen, Reparaturen von Rohrbrüchen innerhalb des gesamten Versorgungsgebietes sowie Arbeiten an den Wassergewinnungs- und Speicheranlagen (Brunnen, Aufbereitung und Hochbehälter).
Geplante Verbundleitung stärkt Versorgungssicherheit bei weiterhin weichem Trinkwasser
In der Stadt Simmern und den benachbarten Ortsgemeinden kursieren derzeit Gerüchte über eine Verschlechterung der Trinkwasserqualität. Hintergrund ist die geplante Errichtung einer Verbundleitung zu einem benachbarten Wasserversorger. Sie ist Teil der Vorsorge, um die Wasserversorgung auch unter veränderten klimatischen Bedingungen langfristig stabil und zuverlässig sicherzustellen.
Aktuell stammt das Trinkwasser in der Stadt Simmern weiterhin vollständig aus den eigenen Wassergewinnungsanlagen der Verbandsgemeindewerke Simmern-Rheinböllen. An der derzeitigen Versorgungssituation hat sich nichts geändert. Die Verbundleitung zwischen den Anlagen des Zweckverbandes RheinHunsrück Wasser und dem Hochbehälter im Industriegebiet Simmern befindet sich aktuell noch in der Planungsphase.
Nach derzeitigem Planungsstand ist nach Fertigstellung der Leitung eine Beimischung von Wasser des benachbarten Versorgers in einem Umfang von maximal 5 bis 10 Prozent vorgesehen. Nach aktuellen Berechnungen würde sich die Wasserhärte dadurch nur leicht verändern: statt 4,1 Grad deutscher Härte läge sie künftig bei rund 5 Grad deutscher Härte. Damit würde das Trinkwasser weiterhin in die Kategorie "weiches" Wasser fallen.
Die geplante Verbundleitung ist Teil einer vorausschauenden Strategie zur Sicherung der Trinkwasserversorgung. Verbundsysteme mit benachbarten Wasserversorgern dienen dazu, Reserven zu schaffen, Redundanzen aufzubauen und die Versorgung auch in außergewöhnlichen Situationen belastbar aufzustellen. Die Eigenständigkeit der örtlichen Trinkwasserversorgung wird dadurch nicht aufgegeben.
Unsere Wasserqualität
Trinkwasser zählt zu den meist überwachten Lebensmitteln in Deutschland. Es wird regelmäßig mikrobiologisch, chemisch sowie physikalisch untersucht.
Härtebereich: Früher wurde in Grad deutscher Härte dH gemessen. Diese Bezeichnung wurde mit der Neufassung des Gesetzes 2007 über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmittel (WRMG) geändert. Die Wasserhärte wird über die Summe der im Wasser gelösten Calcium- und Magnesiumverbindungen in Millimol je Liter definiert. Je mehr Calcium und Magnesium das Wasser enthält, desto härter ist es.